Gestärkt aus der Krise? Bürger erwarten mehr Ehrlichkeit in der Politik

Veröffentlicht am 14.09.2009 in Wahlen

Die SPD-Ortsvereine Löchgau-Freudental und Besigheim hatte zur gemeinsamen Wahlveranstaltung nach Besigheim eingeladen. Zahlreiche Bürger kamen, um den jungen Bundestagskandidaten Thorsten Majer aus Ingersheim zu hören und mit ihm zu diskutieren.

Gestärkt aus der Krise - was muss die Politik tun um das Vertrauen der Wähler wieder zu gewinnen? Mit dieser Frage beschäftigte sich Majer ausführlich. Zur Klimakrise forderte er weiterhin den Ausbau der regenerativen Energien und das Festhalten am Atomausstieg. Auch die Bürger müssten begreifen, dass man nicht auf Dauer für 50 € nach Rom fliegen könne und trotzdem das Klima retten kann.

Majer befürchtet im Blick auf die vielen Versprechungen im Wahlkampf, dass am Montag nach der Wahl das böse Erwache folge. Der Kassensturz werde zeigen, dass viele Versprechungen nicht finanzierbar seien, daher sollte man sich auf machbare und sinnvolle konzentrieren. Der Mindestlohn sei für ihn aber eine der wichtigsten Forderungen. Wer 40 Stunden in der Woche arbeite und von dem Lohn dafür nicht leben könne, werde ausgebeutet.

In der Diskussion meldeten sich besorgte Bürger zu Wort. Sie forderten von der Politik mehr Haftung und Strafen für Manager und Aufsichtsräte, die ihre Unternehmen an die Wand gefahren hätten. Dass sie dafür auch noch Bonuszahlungen in Millionenhöhe erhalten, sei ein Skandal. Arbeitnehmer und Steuerzahler müssten letztendlich die Zeche zahlen.

Wer die Umwelt zerstöre, müsse zur Verantwortung gezogen werden und wenn es sich zumindest in einer Kerosinsteuer und Ähnlichem niederschlagen würde.

Die SPD-Ortsvorsitzenden Winfried Albrecht aus Löchgau und Bruno Kneisler aus Besigheim sagten Thorsten Majer die volle Unterstützung zu. "Unverbrauchte Leute mit Ideen und Visionen braucht die Politik, sie allein können das Vertrauen der Bürger in die SPD und Politik allgemein wieder herstellen", so Kneisler zum Abschluss der Veranstaltung.